Wandgestaltung & Raumgestaltung Wandgold Berlin


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Der Untergrund

Ausführung

Kurz gesagt:
Geweißt werden die Wände mit bauphysikalisch hervorragenden Naturfarben. Gestalterisch stellen diese Farben das Optimum dar, wenn ein reinweißer Untergrund notwendig ist. Bei Spachtelarbeiten wird vorzugsweise mit Kalkglätte gearbeitet, welche weiß auftrocknet. Alternativ zur Weißung wird direkt auf dem alten, von Tapeten befreiten Putz gearbeitet, wobei ein großer Teil des Reizes in der Sichtbarwerdung der Spuren der Zeit liegt. Es liegt in der Natur der Sache, dass solches Arbeiten nur bedingt vorhersehbar ist. Die entstehenden Ergebnisse sind von unvergleichlichem Reiz und rechtfertigen den „Blindflug“.

Ausführlicher:
Ist eine Weißung des Untergrundes nötig, gibt es mehrere Wege. Ein sehr guter sind Mineralfarben von den Firmen Keim oder Aligator. Auf dem (mineralischen) Grund findet eine Verkieselung statt, was genau so spannend ist, wie es klingt. Ein anderer Weg sind Naturfarben von Kreidezeit und Auro: Sumpfkalkfarben, Lehmfarben, Leimfarben, Kaseinfarben, GekkkoSol. Ihnen allen gemein ist, dass sie von den Aspekten der Dampfoffenheit, des Raumklimas und der Behaglichkeit erste Wahl sind. Den blauen Engel gibt´s gratis dazu. Zu dem Allergiker geeignet, was nicht unwichtig sein kann.

Die Vorzüge dieser Farben auf gestalterischer Ebene: sie sind matter als konventionelle Dispersionsfarben und zeichnen sich aus durch feine stoffliche Reize. Sie haben im Vergleich zu konventionellen Dispersionsfarben höhere Reflexionswerte, was den auf sie aufgetragenen Farben ein größeres Spannungsfeld ermöglicht; die Farben wirken dadurch ansprechender und wertiger, angenehm immateriell und wunderbar nebulös.

Ein völlig anderer Weg ist der, direkt auf dem Putz zu arbeiten, ohne vorhergehende Weißung. Da gibt es wieder mehrere Möglichkeiten: Eine gute Möglichkeit ist, die Wand fein ab zu ziehen und auf den glatt geputzten Wänden mit der Farbe zu arbeiten. Der feine Grauwert des Putzes reicht völlig, um leuchtende Farben zu realisieren. Die Wandgestaltung hat dadurch etwas gewachsenes, selbstverständliches.

Eine andere, ungemein spannende Art besteht darin, die Tapeten in einem 80 oder 100 Jahre alten Gebäude zunächst zu entfernen. Dann schauen Sie im besten Fall direkt auf die Geschichte des Hauses. Mit diesen Zeugnissen der Zeit zu arbeiten, sie einfließen zu lassen in das Konzept, ist der spannende Auftrag. Ob das partiell geschieht oder großflächig, muss im Einzelfall vor Ort entschieden werden.

Da läßt sich naturgemäß ein Ergebnis im Vorfeld nur sehr eingeschränkt beschreiben. Hier ist die Herangehensweise eine andere, als üblich: Wir müssen gemeinsam, entwicklungsorientiert, wie ich es nenne, arbeiten. D. h. in der Praxis: Sie kommen regelmäßig vorbei und wir besprechen die Fortschritte. Wenn Sie Bedenken haben, was das Ergebnis anbelangt: Die Option der Egalisierung durch Weißung steht uns noch jederzeit zur Verfügung. Erst wenn Sie vollständig begeistert sind, beende ich meine Arbeit.

Es gibt Fälle, z.B. wenn wir verschiedene Untergründe vorfinden, GKP, Mauerwerk, Holzverschalungen, … etc., wo eine Untertapete durchaus Sinn machen kann. Das wäre zum einen eine Makulatur, das ist eine feine, strukturlose Papiertapete. Oder Malerfllies, das wäre ein festeres Papier, eigens für solche Zwecke entwickelt und hergestellt. Das Malerflies ist zudem Riss überbrückend.*

*Diese Arbeiten führe ich nur in kleinem Umfang aus. Großflächige Vorarbeiten müssten von befreundeten Firmen ausgeführt werden oder Sie kümmern sich selber darum, die Vorarbeiten aus führen zu lassen.




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